Die PRP-Therapie in der Fertilität ist ein moderner, individualisierter Ansatz in der assistierten Reproduktion, bei dem plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut der Frau verwendet wird. In der Reproduktionsmedizin wird PRP hauptsächlich in zwei unterschiedlichen Indikationen eingesetzt: als endometriales PRP zur Verbesserung der Endometriumrezeptivität und als ovariales PRP zur Unterstützung der Ovarialfunktion in ausgewählten Fällen. Obwohl beide Verfahren mit einer Blutentnahme und -aufbereitung beginnen, unterscheiden sich die Art der Anwendung, der Grad der Invasivität und die therapeutischen Ziele erheblich.
Die PRP-Therapie in der Fertilität bietet unterschiedliche Vorteile, abhängig davon, ob sie am Endometrium oder an den Eierstöcken angewendet wird. Daher ist eine individuelle medizinische Bewertung jeder Patientin entscheidend, um die geeignete Behandlungsform basierend auf der Ursache der Unfruchtbarkeit, der Krankengeschichte und den persönlichen Therapiezielen auszuwählen. PRP wird nicht standardisiert eingesetzt, sondern gezielt an die Bedürfnisse der jeweiligen Patientin angepasst.
Die Ergebnisse der PRP-Therapie bei Kinderwunsch unterscheiden sich von Patientin zu Patientin und werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, darunter Alter, Ursache der Unfruchtbarkeit, hormonelles Profil, Eizellqualität, Zustand des Endometriums sowie die bisherige Behandlungshistorie. Aus diesem Grund sollte PRP stets als Teil einer umfassenden Fertilitätsstrategie betrachtet werden und nicht als isolierte Lösung.

