Fertulity IVF
Fertulity IVF

Unterstütztes Schlüpfen (Assisted Hatching)

Was ist Unterstütztes Schlüpfen (Assisted Hatching)?

Assisted Hatching (AH) ist eine spezialisierte Mikromanipulationstechnik, die im IVF-Labor (In-vitro-Fertilisation) durchgeführt wird, mit dem Ziel, die Fähigkeit des Embryos zur erfolgreichen Implantation in der Gebärmutter zu verbessern. In den ersten Tagen seiner Entwicklung ist der Embryo von einer transparenten schützenden Membran umgeben, der sogenannten Zona pellucida, die ihn bis zur Phase des Schlüpfens umgibt. Damit eine Implantation stattfinden kann, muss der Embryo diese Membran durchbrechen, um sich an die Gebärmutterschleimhaut anheften zu können.

Bei der Assisted-Hatching-Technik wird eine kleine Öffnung erzeugt oder die Zona pellucida gezielt ausgedünnt, wobei äußerst präzise und kontrollierte mikromanipulative Verfahren angewendet werden. Heute wird diese Technik in der Regel mithilfe moderner Technologien wie Lasersystemen durchgeführt, die den Austritt des Embryos aus der Zona pellucida erleichtern und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Implantation erhöhen können.

Es gibt Fälle, in denen der natürliche Schlüpfprozess erschwert ist. Dies wird häufig bei Embryonen mit einer dickeren oder verhärteten Zona pellucida beobachtet, was besonders bei Frauen in fortgeschrittenem reproduktivem Alter vorkommen kann. In solchen Situationen kann die Zona pellucida als mechanisches Hindernis wirken und den Austritt des Embryos erschweren, wodurch die Chancen einer erfolgreichen Implantation reduziert werden.

Durch die Assisted-Hatching-Technik wird dieser Prozess erleichtert. Die teilweise Ausdünnung oder Öffnung der Zona pellucida reduziert mechanische Barrieren und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Embryo die entscheidende Phase der Implantation erfolgreich erreicht. Assisted Hatching wird ausschließlich dann angewendet, wenn eine klare medizinische Indikation besteht, basierend auf den Eigenschaften des Embryos und der medizinischen Vorgeschichte der Patientin. Eine sorgfältige individuelle Bewertung jedes Falls ist entscheidend, um optimale Ergebnisse in der IVF-Behandlung zu gewährleisten.

Wann ist Unterstütztes Schlüpfen indiziert

Das Unterstützte Schlüpfen (Assisted Hatching) ist kein Standardverfahren für jeden IVF-Zyklus. Vielmehr wird es in ausgewählten Fällen angewendet, in denen klinische und embryologische Hinweise darauf deuten, dass der Embryo Schwierigkeiten haben könnte, aus seiner Zona pellucida auszutreten, was die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung in die Gebärmutter verringern würde. Im Folgenden sind die wichtigsten Indikationen für den Einsatz aufgeführt.
Nachfolgend sind die wichtigsten Anwendungsgebiete aufgeführt:
Gehören Sie zu den Fällen, die davon profitieren könnten?
Fordern Sie eine Bewertung an

Stabilisierung des Embryos mit einer speziellen Haltepipette

Der Eingriff beginnt mit der Stabilisierung des Embryos mithilfe einer speziellen Halte-Mikropipette. Dieses Instrument ermöglicht es dem Embryologen, den Embryo während der Behandlung vollständig zu fixieren, sodass die folgenden Schritte mit höchster Präzision durchgeführt werden können. Die Stabilisierung ist entscheidend für den Erfolg der Methode und schützt den Embryo während des gesamten Prozesses.

Erzeugung einer mikroskopischen Öffnung mit Laser

Anschließend verwendet der Embryologe ein spezielles Lasersystem mit Mikropulsen, das gezielt auf die Zona pellucida des Embryos gerichtet wird. Durch minimale thermische Energie und eine präzise Kontrolle der Pulsdauer und -intensität wird eine mikroskopisch kleine Öffnung oder eine kontrollierte Ausdünnung der äußeren Hülle erzeugt. Der gesamte Vorgang wird kontinuierlich über hochauflösende mikroskopische Bildgebung überwacht, um sicherzustellen, dass der Eingriff mit höchster Präzision erfolgt und die Zellen des Embryos nicht beeinträchtigt werden.

Kontrolle des Ergebnisses und Schutz der Embryo-Integrität

Nachdem die Öffnung oder Ausdünnung der Zona pellucida erfolgt ist, überprüft der Embryologe sorgfältig den Embryo, um sicherzustellen, dass der Eingriff erfolgreich durchgeführt wurde. Der Eingriff ist äußerst minimal und dient dazu, das natürliche Schlüpfen des Embryos in den folgenden Entwicklungsstadien zu unterstützen.

Rückführung in die Kulturbedingungen

Nach Abschluss des Verfahrens wird der Embryo wieder in das Kulturmedium eingesetzt und in den Inkubator des IVF-Labors zurückgeführt. Dort verbleibt er unter streng kontrollierten Bedingungen hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Gaszusammensetzung, um seine Entwicklung sicher fortzusetzen.

Embryotransfer und Vorbereitung auf die Implantation

Der Prozess endet mit dem Embryotransfer, der im passenden Entwicklungsstadium des Embryos durchgeführt wird. Während des Embryotransfers wird der Embryo durch einen schmerzfreien und nicht-invasiven Eingriff in die Gebärmutter eingebracht. Wenn die Implantation im Endometrium erfolgreich erfolgt, kann sich daraus eine normale Schwangerschaft entwickeln.

Wie Assisted Hatching durchgeführt wird

Assisted Hatching ist ein spezialisierter und äußerst präziser Schritt im Rahmen eines IVF-Behandlungszyklus (In-vitro-Fertilisation). Der Eingriff wird von erfahrenen Embryologen in einer speziell kontrollierten Laborumgebung durchgeführt, mit dem Ziel, das natürliche Schlüpfen des Embryos aus seiner schützenden äußeren Hülle, der sogenannten Zona pellucida, zu erleichtern.

In der modernen klinischen Praxis wird die Methode überwiegend mithilfe eines hochpräzisen Lasersystems durchgeführt. Dadurch kann der Embryologe eine mikroskopisch kleine Öffnung oder eine kontrollierte Ausdünnung der Zona pellucida erzeugen. Diese Technik bietet eine höhere Präzision, Sicherheit und Kontrolle im Vergleich zu älteren Verfahren.

Erfolgsraten & wissenschaftliche Daten

Assisted Hatching wurde mit einer Verbesserung der Implantations- und Schwangerschaftsraten in IVF-Zyklen in Verbindung gebracht, insbesondere wenn die Methode bei Paaren angewendet wird, die bestimmte klinische Kriterien erfüllen. Laut veröffentlichten wissenschaftlichen Studien kann diese Technik die Behandlungsergebnisse in Fällen mit verminderter Embryoqualität oder bei Paaren mit wiederholten erfolglosen IVF-Versuchen verbessern. Der Eingriff erleichtert das natürliche Schlüpfen des Embryos aus der Zona pellucida und erhöht dadurch die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut.

Im embryologischen Labor, mit dem unser medizinisches Team zusammenarbeitet, bestätigen die Daten ebenfalls den positiven Einfluss von Assisted Hatching auf die Schwangerschaftsraten, sofern die Methode auf der Grundlage klar definierter Indikationen angewendet wird. Unsere Erfahrung zeigt, dass die individuelle Bewertung jedes einzelnen Falls sowie die konsequente Einhaltung von Qualitätsprotokollen entscheidende Faktoren für den Behandlungserfolg sind. Aus diesem Grund wird die Technik nicht routinemäßig, sondern gezielt eingesetzt, um ihre Vorteile optimal zu nutzen, ohne Embryonen unnötigen Eingriffen auszusetzen.

Trotz der wissenschaftlich belegten Vorteile ist es wichtig zu betonen, dass Assisted Hatching keine universelle Lösung darstellt und keinen Erfolg in jedem IVF-Zyklus garantieren kann. Die Anwendung sollte ausschließlich von speziell ausgebildeten und erfahrenen Embryologen durchgeführt werden, da fehlerhafte oder unvorsichtige Manipulationen die Empfindlichkeit des Embryos beeinträchtigen und die Implantationschancen verringern können. Die endgültigen Schwangerschaftsraten werden von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter die angewandte Assisted-Hatching-Technik, die Qualität des embryologischen Labors, die Erfahrung des medizinischen Teams sowie die Präzision der Embryotransfer-Prozedur. Wenn all diese Faktoren optimal zusammenwirken, kann Assisted Hatching einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Erfolgschancen einer IVF-Behandlung leisten.
Erfolg beginnt mit der richtigen Technik.
Buchen Sie Ihren Beratungstermin.

Häufig gestellte Fragen zum Unterstützten Schlüpfen

Ist das Unterstützte Schlüpfen schmerzhaft?

Nein. Der Vorgang wird ausschließlich im embryologischen Labor vor dem Embryotransfer durchgeführt und beinhaltet keinerlei Eingriff am Körper der Frau. Er verursacht weder Schmerzen noch Unbehagen.

Wie lange dauert der Schlüpfvorgang?

Die eigentliche Technik im Labor dauert nur wenige Minuten pro Embryo, ist jedoch in einen umfassenderen Ablauf von Vorbereitung, Kultur und Bewertung eingebettet. Der gesamte Prozess wird an die Bedürfnisse des jeweiligen IVF-Zyklus angepasst.

Ist es sicher für die Embryonen?

Wenn Assisted Hatching von erfahrenen Embryologen unter Verwendung moderner Geräte und anerkannter Laborprotokolle durchgeführt wird, gilt die Methode als sicheres Verfahren. Das embryologische Labor, mit dem unsere Klinik zusammenarbeitet, führt den Eingriff mit größtem Respekt für die Integrität und Sicherheit des Embryos durch.

Kann es bei eingefrorenen Embryonen (FET) angewendet werden?

Ja, die Schlüpftechnik wird häufig auch bei aufgetauten, zuvor kryokonservierten Embryonen vor dem Embryotransfer eingesetzt, da diese möglicherweise eine verdickte Zona pellucida aufweisen.

Beeinflusst es das Geschlecht oder die Qualität des Embryos?

Nein. Das Schlüpfen betrifft ausschließlich die äußere Hülle des Embryos und verändert weder das genetische Material noch die Qualität oder das Geschlecht.

Unsere Ärzt:innen

In einer Zeit, in der Fruchtbarkeit Wissen, Fürsorge und echte Begleitung erfordert, ist FertUlity keine anonyme Klinik. Es sind zwei engagierte Fachärzte, die Ihnen auf Augenhöhe begegnen und Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg begleiten – hin zu dem Traum, den Sie sich wünschen.

Dr. Maria Oikonomou Gynäkologin & Geburtshelferin

Vollständigen Lebenslauf ansehen

Dr. Makis Papadopoulos Gynäkologe & Geburtshelfer

Vollständigen Lebenslauf ansehen

Der erste Schritt beginnt jetzt

Sie müssen nicht alles wissen, um anzufangen. Sie brauchen nur den ersten Schritt – und ein Team, das Ihnen wirklich zuhört.
Kostenloses Beratungsgespräch buchen

FertulityIn den Worten der Eltern

100 % echte, öffentliche Google-Bewertungen.
Denn jede Fruchtbarkeitsreise beginnt mit Ehrlichkeit und Vertrauen.

Warum FertUlity wählen?

Weil jede Fruchtbarkeitsreise die richtige Unterstützung verdient.

Bei FertUlity bieten wir wissenschaftlich fundierte Fruchtbarkeitsbegleitung mit menschlichem Ansatz. Wir unterstützen jeden Weg – von der Fruchtbarkeitsabklärung und -erhaltung bis zur modernen assistierten Reproduktion.

Bereit für den nächsten Schritt?

Terminformular

Kann IVF die Lösung für Sie sein?

crossmenu