Mini-IVF ist nicht für alle Frauen geeignet, kann jedoch für bestimmte Patientinnengruppen – abhängig von den medizinischen Voraussetzungen, persönlichen Vorlieben und dem Therapieziel – die ideale Wahl darstellen.
Geeignete Kandidatinnen für Mini-IVF:
Junge Frauen mit guter Prognose
Frauen unter 35 Jahren mit tubarem Faktor der Unfruchtbarkeit und normaler Ovarialfunktion können von diesem sanfteren Ansatz profitieren.

Frauen, die viele Medikamente vermeiden möchten
Patientinnen, die die medikamentöse Belastung reduzieren wollen, aber dennoch höhere Erfolgschancen als bei einem vollständig natürlichen Zyklus anstreben.

Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS)
Mini-IVF senkt das Risiko einer ovariellen Überstimulation, was besonders für Patientinnen mit PCOS wichtig ist. Auch wenn es andere Protokolle mit Schutzwirkung gibt, ist Mini-IVF eine hervorragende Wahl.

Frauen mit geringer ovarieller Reserve
Die Hauptindikation für Mini-IVF liegt heute bei Frauen mit geringer Anzahl verfügbarer Eizellen. Selbst bei hohen Medikamentendosen sprechen diese Frauen auf die konventionelle Stimulation oft nicht ausreichend an.

Frauen, die eine kostengünstigere Lösung suchen
Der geringere Medikamenteneinsatz führt zu niedrigeren Behandlungskosten und macht Mini-IVF finanziell erschwinglicher.

Frauen, die die Anzahl der Embryonen kontrollieren möchten
Mini-IVF produziert nur die Eizellen, die für einen Embryotransfer benötigt werden.
So entstehen keine überschüssigen Embryonen für Kryokonservierung, Spende oder Vernichtung – ein wichtiger Aspekt für Frauen mit bestimmten ethischen Werten.
