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Ovarielle Reserve Der Vorrat an reproduktiver Fähigkeit

Die weibliche Fruchtbarkeit hängt nicht ausschließlich vom Vorhandensein der Eierstöcke oder der Regelmäßigkeit des Zyklus ab. Einer der wichtigsten Indikatoren für die reproduktive Fähigkeit ist die ovarielle Reserve – also die Menge und Qualität der Eizellen, die sich noch in den Eierstöcken einer Frau befinden. Es handelt sich um einen physiologischen Parameter, der die Chancen auf eine Schwangerschaft sowohl auf natürlichem Wege als auch durch assistierte Reproduktion unmittelbar beeinflusst.

Was ist die ovarielle Reserve

Die ovarielle Reserve bezieht sich auf die Gesamtzahl der Follikel, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben einer Frau noch in den Eierstöcken befinden. Bereits bei der Geburt verfügt jede Frau über eine begrenzte Anzahl an Eizellen – etwa 1 bis 2 Millionen. Im Laufe der Jahre verringert sich diese Zahl allmählich durch den natürlichen Zelltod (Apoptose), die Menstruationszyklen und die Alterung der Eierstöcke. In der Pubertät reduziert sich die Zahl auf etwa 300.000–500.000 Eizellen, und um das 40. Lebensjahr haben die meisten Frauen weniger als 10.000 Eizellen, von denen viele chromosomale Veränderungen aufweisen. 

Die Bedeutung der ovariellen Reserve betrifft nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der verbliebenen Eizellen. Diese Qualität nimmt mit dem Alter deutlich ab, was zu niedrigeren Befruchtungsraten und deutlich höheren Fehlgeburtsraten führt. Die Untersuchung zur Beurteilung der ovariellen Reserve ist oft eine der ersten und wichtigsten Untersuchungen zur Bewertung der Fruchtbarkeit einer Patientin. Die Bestimmung der ovariellen Reserve kann auch in der Pubertät wichtig sein, wenn der Verdacht auf ein polyzystisches Ovarialsyndrom oder eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz besteht.

Wann und warum die ovarielle Reserve beurteilt wird

Die Beurteilung der ovariellen Reserve ist besonders wichtig in folgenden Fällen:
Wenn die Frau 35 Jahre oder älter ist und auf natürlichem Wege schwanger werden möchte
Wenn die Frau seit längerer Zeit erfolglos versucht, schwanger zu werden
Wenn ein IVF-Zyklus oder eine andere Fruchtbarkeitsbehandlung begonnen werden soll
Bei vorherigen erfolglosen IVF-Versuchen
Wenn Anzeichen einer frühen Menopause oder einer Ovarialinsuffizienz vorliegen
Vor medizinischen Behandlungen (z. B. Chemotherapie), die die Eierstöcke beeinträchtigen könnten
In der Pubertät, wenn der Verdacht auf polyzystische Ovarien oder eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz besteht
Die rechtzeitige Beurteilung der ovariellen Reserve liefert wertvolle Informationen sowohl für die Diagnose einer Unfruchtbarkeit als auch für die strategische Planung der Behandlung.

Was umfasst die Beurteilung der ovariellen Reserve

Die Beurteilung der ovariellen Reserve basiert auf drei zentralen Säulen:

Untersuchung der Anti-Müller-Hormon-Werte (AMH)

Das Anti-Müller-Hormon (AMH) ist der zuverlässigste Bluttest zur Beurteilung der ovariellen Reserve. AMH ist ein Protein, das von den Follikelzellen produziert wird, und seine Werte nehmen mit dem Alter ab. Ein Wert von 1–3 pg/ml gilt als normal, während niedrige AMH-Werte auf eine geringe Eizellreserve hindeuten und hohe Werte mit polyzystischen Ovarien in Verbindung gebracht werden. Allerdings gibt der AMH-Wert keinen Aufschluss über die Qualität der Eizellen. Daher kann ein niedriger Wert nicht mit absoluter Sicherheit bedeuten, dass Unfruchtbarkeit vorliegt.

Spiegel des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH)

Das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) ist ein Glykoproteinhormon, das die Funktion der Keimdrüsen beeinflusst. FSH wird zu Beginn des Zyklus (2.–4. Tag) gemessen, und der Normalwert liegt bei 3–8 IU/l. Ein erhöhter Wert deutet darauf hin, dass die Eierstöcke eine stärkere Stimulation benötigen, um zu funktionieren, was mit einer verringerten ovariellen Reserve verbunden ist.
Zusätzlich zu den Basisuntersuchungen (AMH, FSH und AFC-Ultraschall) können einige weitere Marker nützliche Zusatzinformationen liefern, insbesondere wenn die Basiswerte grenzwertig oder widersprüchlich sind:

Ultraschall mit Antralfollikelzählung (AFC)

Mithilfe eines transvaginalen Ultraschalls wird die Anzahl der Follikel gemessen, die zu Beginn des Zyklus (2.–4. Tag) sichtbar sind. Die Antralfollikelzahl (AFC) ist ein wichtiger Indikator für die ovariellen Funktionen: Werden weniger als 6–10 Follikel gezählt, bedeutet dies, dass die Eizellreserve niedrig ist. Der AFC-Wert ist besonders relevant in IVF-Zyklen, da er das Protokoll bestimmt, das bei der Fruchtbarkeitsbehandlung eingesetzt wird.

Östradiol (E2)

Die Messung des Östradiols zwischen dem 2. und 4. Zyklustag kann Funktionsstörungen aufzeigen. Liegt der Wert über 250 pg/ml, kann dies – selbst bei normalem FSH-Wert – auf eine verringerte ovarielle Reserve hindeuten. Dies ist auf eine Überproduktion von Östrogenen als Reaktion auf eine eingeschränkte ovariellen Funktion zurückzuführen.

Inhibin B

Inhibin B wird von den wachsenden Follikeln produziert und wirkt als Regulator des FSH. Werte unter 45 pg/ml in der frühen Zyklusphase werden mit einer geringen Reaktion auf Stimulationsprotokolle und geringeren Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft in Verbindung gebracht.
Obwohl sie nicht bei allen Frauen erforderlich sind, können diese Tests in Kombination mit den Basisuntersuchungen eingesetzt werden, wenn eine höhere diagnostische Genauigkeit erforderlich ist oder ein Verdacht auf eine vorzeitige Ovarialinsuffizienz besteht.

Welche Faktoren beeinflussen die ovarielle Reserve

Die ovarielle Reserve wird hauptsächlich vom Alter beeinflusst, aber auch von einer Reihe weiterer Faktoren wie:
Genetik und erbliche Faktoren
Autoimmunerkrankungen
Chemo- oder Strahlentherapie
Operationen an den Eierstöcken
Endometriose
Rauchen und andere schädliche Umwelteinflüsse
Es ist wichtig, dass jede Frau ihren Reservestatus kennt, auch wenn sie aktuell keine Schwangerschaft plant. Eine frühzeitige Beurteilung ermöglicht es, die Zukunft informiert und sicher zu gestalten.

Niedrige ovarielle Reserve – Was bedeutet das und welche Optionen gibt es

Ein niedriger AMH-Wert oder ein erhöhter FSH-Wert bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Frau nicht schwanger werden kann. Im Gegenteil: Viele Frauen mit niedriger ovarieller Reserve sind entweder natürlich oder mithilfe einer IVF schwanger geworden.
=Die Strategie, die bei FertUlity verfolgt wird, basiert auf mehreren Faktoren wie Alter, Anzahl vorheriger erfolgloser Schwangerschaftsversuche und weiteren Fruchtbarkeitsfaktoren und wird immer individuell auf die jeweilige Patientin abgestimmt. In vielen Fällen kann die PRP-Fruchtbarkeitsbehandlung die Eierstöcke regenerieren. In anderen Fällen sind eine ovariellen Stimulation mit alternativen Protokollen oder eine Eizellspende zusätzliche Optionen mit hohen Erfolgsraten.

Häufige Fragen zur Ovariellen Reserve

Häufige Fragen zur ovariellen Reserve

Die ovarielle Reserve bezeichnet die Menge und Qualität der Eizellen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben einer Frau in den Eierstöcken befinden. Sie ist ein zentraler Fruchtbarkeitsindikator, da sie sowohl die Möglichkeit einer natürlichen Empfängnis als auch die Reaktion auf assistierte Reproduktionsbehandlungen wie die IVF beeinflusst. Ein niedriger Wert macht eine Schwangerschaft nicht unmöglich, zeigt jedoch die Notwendigkeit einer frühzeitigen Handlung oder einer individuellen Behandlungsstrategie an.

Warum ist eine frühzeitige Untersuchung wichtig?

Die frühzeitige Bestimmung der ovariellen Reserve liefert wertvolle Informationen über die Fruchtbarkeit einer Frau. Wenn wir frühzeitig wissen, wie es um die Fruchtbarkeit steht, können wir bewusstere Entscheidungen für die Zukunft treffen. Die Untersuchung ist besonders sinnvoll vor Beginn einer Schwangerschaftsplanung, bei geplanter Verzögerung der Mutterschaft aus persönlichen Gründen, bei Unfruchtbarkeit, vor Beginn einer IVF oder vor einer Chemotherapie. Diese Information kann zu vorbeugenden Maßnahmen wie der Eizellkonservierung führen, sodass die Frau ihre Fruchtbarkeit langfristig schützen kann.

Wie wird die ovarielle Reserve untersucht?

Die Beurteilung der ovariellen Reserve umfasst eine Kombination aus Hormonuntersuchungen und Ultraschall. Die wichtigsten Hormonmarker, die durch Bluttests gemessen werden, sind AMH (Anti-Müller-Hormon), das die Menge der heranwachsenden Follikel widerspiegelt, und FSH (Follikel-stimulierendes Hormon), dessen Erhöhung auf eine verringerte Reserve hinweist. Ergänzend werden auch Östradiol (E2) und Inhibin B gemessen. Parallel wird eine Antralfollikelzählung (AFC) per Ultraschall durchgeführt, um zu sehen, wie viele Follikel in einem Zyklus sichtbar sind.

Kann ich mit niedriger ovarieller Reserve schwanger werden?

Ja, allerdings sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis mit abnehmender Reserve. Das Ergebnis hängt nicht nur von der Anzahl der Eizellen ab, sondern auch von deren Qualität. Viele Frauen mit niedriger Reserve werden schwanger – entweder natürlich oder mithilfe assistierter Methoden –, insbesondere wenn eine frühzeitige Diagnose gestellt und eine passende medizinische Betreuung angeboten wird. Die medizinische Vorgehensweise bei niedriger Reserve wird individuell angepasst – von milden Stimulationsprotokollen bis hin zu alternativen Optionen wie Eizellspende oder Kryokonservierung in jüngerem Alter.

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